Der große Hallenreport 1/3

Datum 27.10.2009 22:43 | Thema: Beachen

In den letzten Wochen haben wir uns die Beachhallen in Ö. angesehen. Also Hallen, in denen Indoor-Beachvolleyball gespielt werden kann. Daraus ist ein "Hallenreport" entstanden, der so umfangreich geworden ist, daß wir ihn aufteilen:

Teil 1: Überblick, Lage, Entwicklung
Teil 2: Ausstattung, Technik, Preise
Teil 3: Eckdaten - die Hallen im Vergleich

Danach folgt eine Serie von Artikeln, in denen wir die Hallen einzeln vorstellen. Dabei werden wir vor allem darauf eingehen, mit welchen Besonderheiten jede Halle aufwartet und was sie von anderen Hallen unterscheidet.

1. Indoor Beach 21 und 23 (Wien)
2. Linz-Lissfeld (OÖ)
3. Tennis Weber / Schwechat-Rannersdorf (NÖ)
4. Sport&Fun-Hallen (Wien, 3 Stk.)
5. Olympiaworld Innsbruck (T)
6. Tenniscenter Kauschitz / Engelhartstetten (NÖ)

Wie wir herausfinden konnten, gibt es in Ö. derzeit 9 Hallen mit insgesamt 12 Courts, auf denen Indoor-Beachvolleyball gespielt werden kann. Mit Ausnahme von zwei Hallen haben wir alle besucht, um uns selbst ein Bild vor Ort zu machen: die Hallen in Linz und in Wien 23 haben wir ausgelassen. Erstere ist brandneu. Letztere ist sogar noch brandneuer, nämlich noch gar nicht geöffnet, soll aber ab 2. November in Betrieb gehen, darum haben wir sie bereits in unseren Report aufgenommen.

Bild: Brandneu: die Beachhalle in Linz. (c) LIVA
Eine Auflistung der Hallen findet man auch in unserem Beachplatzverzeichnis, wo die Beachhallen in einer eigenen Kategorie zu finden sind. Dort findet man auch viele ausländische Hallen, die für grenznah Wohnende, Reisende oder Urlauber interessant sein können. Derzeit sind dort 65 Beachhallen in Mitteleuropa gelistet: 9 in Ö., 5 in der Schweiz, 33 in Deutschland, 17 in Italien und 1 in der Slowakei.

Betreiber

4 der Hallen haben private Betreiber, übrigens allesamt adaptierte Tennishallen, hinter 5 Hallen steht die öffentliche Hand (die drei Wiener S&F-Hallen, Linz und Innsbruck). Für uns Beacher ist das interessant, weil es sich oft in den Preisen niederschlägt - die öffentlich betriebenen Hallen haben "Sozialtarife".

Lage

Die Hallen sind regional sehr ungleich in Ö. verteilt. Die meisten konzentrieren sich auf den Großraum Wien, daneben gibt es noch Standorte in Linz und Innsbruck.

Drei Viertel aller Courts (9) und etwa auch drei Viertel aller Hallen (7) sind im Großraum Wien angesiedelt, in dem bekanntlich etwa ein Viertel der Bevölkerung Österreichs lebt. Davon liegen 5 Hallen (56%) mit 7 Courts (58%) direkt im Stadtgebiet von Wien, einer in Schwechat-Rannersdorf (2 km von der Stadtgrenze Wiens entfernt) und einer in Engelhartstetten (45 km von Wien). Die Bundeshauptstadt Wien ist in dem Fall also wirklich ein Wasserkopf - abseits des Wiener Großraums liegen nur 2 Hallen (22%), und zwar eine in Linz (1 Court) und eine in Innsbruck (2 Courts).

Das war's auch schon im Inland. Viele Flecken auf der Landkarte bleiben damit weiß, vor allem der Süden Österreichs (Steiermark, Kärnten, Osttirol) schaut komplett durch die Finger. Nachdem es für Beacher aus dem Süden des Landes auch keine nahe gelegenen Ausweichmöglichkeiten in Salzburg oder im benachbarten Ausland in Slowenien oder Italien (mehr) gibt, bedeutet das weite Anreisewege. Besser ist die Lage im Westen. Für Tiroler und Salzburger gibt es nicht nur die Halle in Innsbruck, sondern auch zahlreiche Hallen in Bayern (vor allem im Großraum München). Vorarlberger können in die Schweiz ausweichen, etwa in die Halle in Winterthur, da gehen sich in grenznahen Lagen sogar Anreisewege unter 100 km aus.

Entwicklung

Diese verläuft vor allem in letzter Zeit sehr dynamisch: die meisten Beachhallen sind recht jung. Von den 9 Hallen wurden allein 5 heuer neu eröffnet: Innsbruck, S&F Ottakring, Indoor Beach 21, Indoor Beach 23 und Linz (wobei die Halle in Ottakring keinen zusätzlichen Standort darstellt - sie wurde zwar neu gebaut, ersetzte aber eine andere Halle).

Weitere Hallen sind in der Pipeline, teilweise aber schon seit Jahren und die Pläne unterschiedlich konkret. Wir wissen z.B. von Projekten in Graz und Mödling.

Allerdings gaben in den letzten Jahren auch einige Betreiber ihre Indoor- Beachcourts wieder auf, allesamt private (z.B. Salzburg-Moosstraße, St. Georgen im Attergau/OÖ, Trops in St. Martin im Mühlkreis/OÖ).

Angesichts des offensichtlichen Bedarfs an Indoor-Beachvolleyball besteht vor allem in den unterversorgten Bundesländern Steiermark, Kärnten und Salzburg eine echte Marktlücke. Es würde uns daher nicht wundern, wenn bald zusätzliche Hallen dort eröffnet würden, insbesondere in Städten mit einem großen Hallenvolleyball-Verein, aus dessen Fahrwasser auch immer einige Beachvolleyballer hervorgehen.

Im zweiten Teil des Hallenreports geht es weiter mit der Hallenausstattung: wie viele Courts gibt es in jeder Halle, wie sind Licht, Heizung und Sandqualität, wie viel Platz hat man zum Spielen, wie viel kostet der Spaß?


Links
Weitere Artikel dieser Serie:
Hallenreport Teil 2/3: Ausstattung, Technik, Preise
Hallenreport Teil 3/3: Eckdaten als PDF
Einträge in der Beachplatz-Datenbank: Beachhallen




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