Conny Rimser und Kerstin Pichler werden ab nächsten Sommer zusammen spielen. Das neue Team kommt durch den gesundheitsbedingten Rücktritt von Magdalena Jirak (wir berichteten) zustande.
Beides sind Hallenvolleyball-Profispielerinnen, die sich im Sommer auch am Beach versuchen. Interessant, daß beide in der Halle in der Position einer Außenangreiferin spielen, was die Frage aufwirft, wer am Beach verteidigen wird - wir vermuten die leicht größere Conny Rimser am Netz.
Rimser (27) spielt seit Jahren beim MEVZA-Verein SVS Schwechat. Am Beach konnte sie im Vorjahr 9 internationale Einsätze verzeichen, obwohl ihre Partnerin Magdalena Jirak etwa ab Saisonmitte verletzungsbedingt ausfiel. Danach spielte sie interimistisch mit Christina Gschweidl und Madita Knöppel.
Pichler (28) wechselte nach der Hallensaison 2009 vom Verein Wildcats Klagenfurt zum TSV Hartberg. In der abgelaufenen Beachsaison hatte sie sich mit Daniela Fankhauser und Christina Geschweidl am Beach versucht, wobei sie immerhin auf 6 internationale Turniereinsätze kam, vor allem in Ö. und im benachbarten nahen Ausland.
Bild: Kerstin Pichler (l.) und Cornelia Rimser (r.), (c) SIAG Sportmarketing [mehr lesen... | 2850 Bytes mehr | Kommentar?]
Bis Ende Jänner haben unsere drei Top-Teams unter anderem in Wien im Indoor Beach Center 21 trainiert. Wir haben dieser Halle einen Besuch abgestattet und dort Daniel Hupfer, Paul Schroffenegger, Clemens Doppler, Matthias Mellitzer und D/M-Trainer Marco Solustri (ITA) vorgefunden, denn Florian Gosch und Alexander Horst sind schon "ab in den Süden".
Von Schonung im Training konnten wir nichts bemerken, Marco nimmt die Burschen in 2 Einheiten pro Tag richtig 'ran. Wohl die wichtigste Nachricht: Unsere Top-Beacher haben genug VLS300-Beachvolleybälle! Bis Ende Jänner standen nur die beiden Bälle zur Verfügung, welche die FIVB im Herbst an die meisten Spitzenteams verschickt hatte. Die waren natürlich schon recht mitgenommen, außerdem hieß es nach jedem Ballwechsel: laufen und Ball holen. Die Spieler machten dadurch zwar einiges mehr an Kilometern, verloren aber wertvolle Trainingszeit. Seit Anfang Februar ist der VLS300 in den USA in beschränkter Stückzahl im Handel erhältlich und durch Eigenimport einiger Exemplare können die Teams nun auf eine stattliche Zahl an neuen Bällen zurückgreifen.
Bild: Ja welchen nehmen wir denn? Trainer Marco Solustri kann sich wohl nicht so recht entscheiden. (c) pinkpanther/beachers.at
Über die Eigenschaften des neuen VLS300 haben wir schon berichtet, daß er sich signifikant anders verhält als der VLS200 auch, ergänzend wissen die Spieler zu berichten: stärkeres Flattern beim Flatterservice wird die Annahme erschweren, und der Ball ist schwerer zu bechleunigen als der alte, d.h. man muß ordentlich draufhauen und Muskelprotze sind eher im Vorteil.
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Schwaiger Sisters
Ergebnisse
Die Olympiafünften legen zu Saisonbeginn gleich mal ordentlich vor: zwei 5. Plätze auf der World Tour bei Top-Besetzung sorgen für einen gelungenen Start. Danach geht es so weiter: FIVB: 25-5-17-5-17-9-5-2-5-17; CEV: 7-3-7-3-5.
In der Saison 2009 leisten sich die Schwaigers nur drei "Nullnummern": und zwar in Osaka und in Marseille (immer ungeliebt bei den heimischen Beachern wegen der Windlotterie), wo sie ohne Sieg bleiben, aber als Hauptbewerbs-Fixstarter trotzdem 25. bzw. 17. werden und Punkte mitnehmen; sowie in Korea, wo Doris wegen einer im Flugzeug erlittenen Zerrung w.o. gibt und die Schwestern gar nicht erst antreten.
Analyse
In dieser Saison erzielen sie zwei ganz wesentliche Erfolge:
Der 5. Platz bei der WM in Stavanger ist wichtig, denn er folgt unmittelbar auf den "Nuller" von Osaka. Er bestätigt nicht nur Olympia-Platz 5, die Schwaigers werden dort auch bestes europäisches Team, was den Führungsanspruch in Europa untermauert.
Die größte Sensation passiert aber in Kristiansand (NOR). Dort stehen sie u.a. nach zwei Siegen über Juliana/Larissa (BRA) im Finale, also knapp vor dem ersten Turniersieg auf der World Tour! Papa Schwaiger überwindet erstmals seine Flugangst und steigt in ein Flugzeug, um seine Töchter siegen zu sehen; der ORF ändert kurzfristig sein Programm und überträgt das Finale live! Leider machen Talita/Antonelli (BRA) den beiden bei Regen einen Strich durch die Rechnung - es geht denkbar knapp mit 12:15 im dritten Satz her. Nichts wird leider aus dem ersten World Tour-Sieg für Ö., einen 2. Platz hat aber zuvor noch niemand von den Heimischen erreicht! [mehr lesen... | 14974 Bytes mehr | Kommentar?]
Gosch/Horst
Ergebnisse
Die Nr. 1 von Österreich zeigt ein Auf und Ab im Mittelfeld der internationalen Spitze. Auf der World Tour erreichen sie recht solide Plätze zwischen 7 und 17, bei der WM Platz 9, auf der ECT (wo mehr drin sein sollte als auf der World Tour) Platz 7 bis 9. Sie liefern keine Totalversager ab, aber auch keine Ausreißer nach oben. Bis zur Saisonmitte hatte man sich von den Olympia-Fünften des Jahres 2008 irgendwie mehr erwartet, und sie selbst auch, wie sie zugaben.
Größere Erfolge kamen erst am Saisonschluß: ein 5. Platz auf der WT in Den Haag und EM-Silber in Sotschi. So wurde es doch noch für beide die erfolgreichste Saison bisher - mit dem meisten Preisgeld und der besten Weltranglisten-Platzierung am Schluß (12).
Abseits von Platz und Preisgeld
Privat haben sich auch Änderungen heuer ergeben; seit September ist Florian verheiratet, Familienvater (Sohn Max) ist er ja schon länger. Überrascht hat das Team mit einer Serie von innovativen Youtube-Videos. Diese Idee wurde danach prompt von den Schwaiger Sisters und ihrem Trainer Martin Olejnak kopiert. [mehr lesen... | 11310 Bytes mehr | Kommentar?]
Im Alter von nur 23 Jahren muß Magdalena ("Lini") Jirak ihre Karriere beenden. Der Grund: ihr Schultergelenk ist degenerativ verändert. Die zu erwartenden Belastungen einer Profikarriere würden das Problem verschlimmern. Daher zieht sie sich vom Spitzensport zurück und wird ab sofort Bälle nur mehr in ihrer Freizeit baggern.
Zuletzt hatte sie deswegen nach dem Grand Slam in Klagenfurt alle Turniere der restlichen Saison 2009 auslassen müssen. U. a. konnte sie im Herbst ihren Ö. Meistertitel 2008 nicht mehr verteidigen.
Bild: Magdalena Jirak in Klagenfurt 2009. (c) pinkpanther/beachers.at
Größte Beach-Erfolge der gebürtigen Linzerin waren der Ö. Meistertitel 2008 (mit Conny Rimser), die Silbermedaille bei der U20-EM in Israel 2005 (mit Steffi Schwaiger), sowie der Gesamtsieg der Beachmasters-Tour 2005 (mit Kerstin Pichler). Ihre beste nationale Ranglistenposition war 7, derzeit nimmt sie Platz 8 der ö. Einzelrangliste ein. Auf der World Tour bleibt die Saison 2008 mit drei 17. Plätzen das Highlight in ihrer Karriere, dort liegt sie in der Teamwertung gerade auf Platz 79. Zuhause in Österreich konnte sie neben den genannten Erfolgen noch ein Beachmasters-Turnier (Salzburg 2006) und einige A-Cups gewinnen. Abseits vom Beach gab es einige Hallen-Erfolge bei den Vereinen von Gmunden, Linz und Wolfsberg, u.a. einen Meistertitel in der 2. Bundesliga. [mehr lesen... | 3531 Bytes mehr | Kommentar?]



