Die FIVB hat nun den definitiven Turnierkalender der World Tour für die kommende Saison veröffentlicht. Die bisher provisorischen Termine der Damen-WT-Events in Sanya (CHN) und Phuket (THA) wurden bestätigt. Hingegen entfällt das geplante Damenturnier in Barcelona (ESP), wie wir vermuteten.
Damit umfaßt die World Tour 2010 insgesamt 15 Damen- und 14 Herren-Turniere, darunter 6 Grand Slams und 12 kombinierte Damen-/Herren-Turniere. Die Austragungsorte der drei reinen Damenturniere (Sanya, Seoul, Phuket) liegen alle in Asien, die der beiden reinen Herrenturniere (Prag und Myslowice) in Europa. Unüblich früh endet die WT-Saison für die Herren bereits Ende August, während die Damen bis in den November weiterspielen. Der September bleibt WT-turnierfrei. [mehr lesen... | 2086 Bytes mehr | Kommentar?]
Heimlich, still und leise dürfte das heurige FIVB Open von Barcelona (7. - 12.9.2010, nur Damen) gestorben sein. Dieses Turnier hatte bisher den Status "to be confirmed".
Zwar hat die FIVB keine offizielle Pressemitteilung dazu herausgegeben, aber Barcelona ist nicht mehr im Tourkalender vom 28.1. angeführt, ganz im Gegensatz zum zweiten "tbc"-Event in Sanya/CHN, das offensichtlich stattfindet.
Sollte sich unsere Vermutung bewahrheiten, dann ist mit dem Wegfall von Barcelona der komplette September für Damen wie auch Herren WorldTour-seitig spielfrei. [Kommentar?]
Wie schon im Vorjahr hat es die FIVB knapp vor Weihnachten geschafft, den Turnierkalender der World Tour für die kommende Saison zu veröffentlichen.
Die Damen bestreiten insgesamt 16 Turniere (davon 2 unsicher: Sanya, Barcelona), die Herren 14. Die Europalastigkeit der sogenannten "World Tour" bleibt mit 11 (D) bzw. 12 (H) europäischen Turnieren bestehen, weiterhin gibt es keine WT-Turniere in Nordamerika, Australien und Afrika. Südamerika hat 1 Turnier und Asien 4 (D) bzw. 1 (H).
Die Zahl der Grand Slams steigt von 4 wieder auf 6, so viele Grand Slams hatte es zuvor nur 2008 gegeben. Neu im erlauchten Kreis der G.S. sind Rom (ITA), das wohl im Hinblick auf die Beach-WM 2011 aufgestiegen ist, und Stare Jablonki (POL). Österreich hat nach wie vor sein Grand Slam-Turnier in Klagenfurt, das durch Verträge bis 2012 gesichert ist. Ein wenig verwunderlich: nach diesem Kalender beenden die Herren bereits Ende August ihre Saison, die Damen spielen jedoch bis in den November.
Links
Presseartikel FIVB (engl.)
A1 BVB Grand Slam presented by Volksbank [Kommentar?]
Offizielles
Auf der FIVB World Tour wird die komplette Saison 2010 mit dem neuen Ball "Mikasa VLS 300 Beach Champ" durchgespielt. Diese Entscheidung der FIVB wurde vor einigen Tagen gegenüber dem japanischen Ballhersteller Mikasa bekräftigt, wie von diesem zu erfahren war.
Die FIVB hat zwar - wie gewohnt - keinen offiziellen Presseartikel dazu herausgegeben, doch erscheint das nicht nötig, weil ein entsprechender Beschluß über einen Umstieg auf den neuen Ball aus dem Oktober schon Anfang November kommuniziert wurde. Es hätte allerdings passieren können, daß das "Experiment" mit dem Einsatz des neuen Balls in den letzten zwei FIVB WT-Turnieren der Saison als schiefgelaufen eingestuft und der entsprechende Beschluß zum Umstieg wieder rückgängig gemacht wird. Davon ist keine Rede, der Einsatz des VLS 300 kann ab nun als gesichert angesehen werden. Die Großserienproduktion kann damit anlaufen.
Der neue Ball soll zumindest bis zu den Olymp. Spielen 2012 (London) offizieller Spielball der FIVB-Tour bleiben. Neben der FIVB werden auch die CEV (Europäischer Volleyballverband) und die AVF (Australischer Volleyballverband) den neuen Ball zum offiziellen Spielball für ihre Turnierserien machen. Die US-amerikanische AVP-Serie bleibt natürlich bei Wilson-Bällen und die brasilianische CBV-Serie bei Penalty, womit Spieler aus Europa und Australien einen gewissen Vorteil haben: sie müssen sich nicht auf einen anderen Ball umstellen, wenn sie World Tour (FIVB), ihre Kontinentaltour (CEV bzw. AVF) und Olympische Spiele bestreiten, die Spieler aus USA und BRA hingegen schon.
Wozu ein neuer Ball?
Natürlich stellt sich diese Frage. Glaubt man den Beteuerungen des Herstellers, so ist nicht Profitgier der Antrieb, sondern der Wunsch des Volleyball-Weltverbands FIVB nach einem besser vom Spieler kontrollierbaren Ball, der nicht selbst den größten Profis ab und zu einmal "unvorhersehbar abbiegt". Das soll längere Ballwechsel und damit zufriedenere Zuschauer bringen. [mehr lesen... | 5887 Bytes mehr | Kommentar?]
Die FIVB wird "Vielspieler" auf der Worldtour künftig mit mehr Preisgeld belohnen.
Interessant ist dabei die Regelung. Die geschieht nämlich nicht über die gespielten Turniere einer Saison, sondern über die "versäumten":
Wer nur 3 oder 4 Turniere in einer Saison verpaßt, bekommt 110% des Preisgelds aus dem "Bonus Pool", wer nur 1 oder 2 Turniere verpaßt, 120% und wer das ganze Jahr über nie fehlt, der geht mit 130% nach Hause.
Mit dieser Definition über die verpaßten Turniere (anstatt der gespielten) liegt der Umkehrschluß nahe: "Schwänzer" werden in Hinkunft bestraft. Sofort fallen einem da die Turniere in der WT-Abschlußphase ein, die von hochklassigen Teams immer wieder geschwänzt werden und in denen solche aus den hinteren Rängen dadurch zu billigen Punkten kommen. Leere Zuschauerränge sind vorprogrammiert, wenn selbst Country Quota-Spiele bei einem Grand Slam-Turnier wie in Klagenfurt wesentlich hochklassiger und interessanter sind als etwa Spiele im Main Draw von Sanya oder Phuket.
Bild: Zu den Fleißigen zählen z.B. Talita Antunes (l.) und Maria Elisa Antonelli (r./BRA), die heuer die komplette FIVB World Tour mit 16 Turnieren durchgespielt hätten, wenn sie nicht die beiden letzten zugunsten der brasilianischen Tour auslassen hätten müssen. Zwischendurch schafften sie es sogar noch zum 'Beach Battle' gegen die USA. Hier zu sehen im Viertelfinale von Klagenfurt 2009, wo sie gegen Montagnolli/Hansel verloren. (c) pinkpanther/beachers.at [mehr lesen... | 3594 Bytes mehr | Kommentar?]



